Montag, 20. Dezember 2010

Multidimensionalität, imaginäre Gespräche und Fluxkompensatoren.

Vermutlich geht es nur mir so.
Ich habe immer wieder imaginäre Gespräche. Jetzt gerade eines über eine Stunde. Mitten in der Nacht ist's schlecht anrufen. Und meist sind das Dinge, die ich nicht innerhalb von 5 Minuten am Telefon verklickern möchte. Tiefe sachen, sie verstehen?
Zu einem persönlichen Gespräch wird es aber in absehbarer Zeit nicht kommen und der Datenmüll in meinem Kopf will irgendwo hin.
Also führe ich das Gespräch eben ohne das Gegenüber nur in meinem Kopf. Sage, was ich sagen möchte.
Das blöde ist, dadurch schaffe ich einen tieferen Bezug zum Gegenüber, als er tatsächlich ist.
Das Sackphänomen, wie es in der Promotion von Guildo Horn genannt wird.
Liegt man zu Hause auf der Couch und sieht Fern, allein, fingert man sich an den Geschlechtsteilen rum. Gleichzeitig läuft in der Glotze Robbie Williams. So stellen wir einen persönlichen, einseitigen Bezug zu Robbie her, der nahezu fammiliär werden kann. Er ist uns nicht mehr fremd. Er sieht das natürlich anders.

Durch diese Gespräche, ohne Geschlechtsteilfummeln, schaffe ich also eine Verbindung zum anderen, die es so garnicht gibt. Der Andere hatte ja nie Teil am Gespräch.
Diese Dialoge sind im Grunde Monologe. Es ist nicht so, dass das Gegenüber mir antwortet. Weder positiv noch negativ auf das reagiert, was ich sage. Ich denke nur, mein Senf wäre an dieser Adresse gut aufgehoben.

Letzten Endes muss dann immer mein Dr. herhalten, wenn ich den Senf ums verrecken loswerden möchte, der für andere bestimmt war.
Sie ist die Person, der ich am meisten Vertrauen entgegen bringe. Die alles über mich weiss. Die wichtigste Bezugsperson.
Und da liegt der Haken. Wir sind bei 100%. Ich kann sie mit nix mehr beeindrucken. Das ist als würde ein StarTrek Fan zum anderen sagen: Du, der William Shatner hat ja ein Haarteil.
Ach was? Egal mit welcher Megaweisheit ich komme... Brauch mer garned drüber redde.

Aber das ist genau der Punkt. Sie hat, genau wie ich, eine Dimension mehr. Und in eben dieser Dimesnion kennen wir uns ebenso. Dort sind wir uns begegnet. Dort ist unser wahres zu Hause.

Den Menschen die ich so kennen lerne, fehlt diese Dimension. Oder sie sind nicht willens, sich dort mit mir zu treffen.
Das jedoch ist der Ort, an dem ich Mensche treffen möchte. Den ich gerne erweitern und bevölkern würde. Naja, nicht bevölkern. Aber zumindest füllen.
Ich kenne genau zwei Leute, die ich dort treffen kann, die diese tiefe Verbundenheit haben.
Ich muss mal wieder zum Haare schneiden ;-)

Zumal das ähnlich ist, wie bei Nightmare on Elmstreet.
Der Typ im Rollstuhl schläft ein. Und in seinen Träumen kann er gehen und Zaubern.
Yo! In der zusätzlichen Dimension bin ich auch anders. Aber wer mag sich die Mühe machen, mich dort zu finden in unserer schnelllebigen Zeit?

Die Frage wäre ja, habe ich zu viel Zeit, dass ich imaginäre Gespräche führen kann, oder haben andere zu Wenig Zeit, um sie mit mir zu verbringen? Welche der Optionen ist trauriger?

Fragen für die Lesegruppe-

...

Einfach Phantastisch.
Der gute Mann ist so ziemlich genau hundert Jahre älter als ich.
Das Buch habe ich ebenfalls beinahe hundert Jahre später gelesen-
Und trotzdem ist es so unfassbar nah an dem, wie ich denke und fühle. Wie ich mein Leben sehe. So ging es ihm also vor hundert Jahren.
So viel zum Thema Anachronismus.
Scheinbar habe ich also einfach eine Dimesnion mehr und kann deshalb nicht hier leben.
Und dann kommt er auch noch ausm Schwarzwald.
Ich mach mir hier gedanken, ob große Werke nicht in Städten wie Hamburg, Paris oder Dublin geschrieben werden müssen. Und wo hat er geschrieben? In Gaienhofen. Alter! Da hinten liegt der Hund begraben. Da will man nicht tot überm Zaun hängen. Also da kann ich wirklich ohne Bedenken aufs Dorf ziehen. Zumal: wenn ich ihm so ähnlich bin, oder es zu sein glaube, dann wirds nicht verkehrt sein, ebenfalls die Stille des Dorfes zu suchen.

Ich war jedenfalls schwerstens Beeindruckt. Hat mich zum Teil ans Kabinett des Dr. Paranuss erinnert. Hut ab, Herr Hesse! Sie sind der MasterBlaster 2000.

Montag, 13. Dezember 2010

...

Ich musste erstmal gucken, was sloth überhaupt heisst.
Passt leider nur zu gut.



Greed:Medium
 
Gluttony:Low
 
Wrath:Low
 
Sloth:High
 
Envy:Very Low
 
Lust:Very Low
 
Pride:Very Low
 

The Seven Deadly Sins Quiz on 4degreez.com

...

Vorige Woche habe ich unfassbar vieles in einen Tag gepackt bekommen. Heute?
Alles bewegt sich in Wellenform und meine ist an dem Punkt, bei dem man auf dem Bauch mit allen Vieren im Wasser auf das Brechen der Welle wartet. Reinpaddeln und warten.
Ich mag einfach nix machen. Also so mal echt garnix.
Scheiß Depression. Oder ist es eine Schilddrüsenunterfunktion? Kann auch sein.
Andererseits fühle ich mich im Steppenwolf so auf den Punkt beschrieben, wie ein Filetsteak im Rheingold.

Nicht der Calwer. Keats....

Ein Herz tut weh, und schläfriges Erlahmen,

Als hätt ich Gift getrunken, quält mich sehr.

Betäubte mich ein Trank aus giftigen Samen?

Mich hüllt Vergessenheit, ich weiß nichts mehr.

Doch ist's nicht Neid auf dein so glücklich Los –

Nur füllt so schwer mit Glück dein Glück mich an:

Daß du, des Walds beflügelte Dryade,

In lieblich kühlem Schoß,

Im Schatten, den das Buchengrün dir spann,

Der Freiheit jubeln kannst, der Sommergnade.



O Wein jetzt! Jungen Wein, den Erde kühlte,

Den dunkelkühl ein langes Jahr gereift,

Der sonngebräunten Frohsinn tanzen fühlte,

Und der des Provençalen Lied begreift;

O einen Becher warmen Südens jetzt!

O Hippokrene, die zum Rande schäumt

Und gern und gut Begeisterung bereitet

Mit Lippen rot benetzt,

Dich will ich trinken, daß ich ungesäumt

Zum Wald entschweben kann, von dir geleitet.



Entschweben, ganz vergehn – und ganz vergessen,

Was du in deinem Walde nie gekannt:

Die Menschennot, die Mühen unermessen,

Das Sorgenfieber, das die Herzen bannt;

Du weißt nicht, wie gelähmtes Alter stöhnt,

Wie Denken immer nur Sich-härmen heißt,

Wie Jugend bleicht und schleicht und siecht und schwindet,

Und wie Verzweiflung höhnt,

Wo Schönheit, wenn ihr Blick das Leben preist,

Um Liebe weinen lernt und bald erblindet.

Hinweg! Zu dir! Doch soll nicht Bacchus Wagen

Mit Pantherkraft mich ziehn, nein! Poesie

Soll mich auf unsichtbaren Schwingen tragen,

Drückt auch dies Hirn noch müde Apathie.

Schon bin ich bei dir! Milde ist die Nacht,

Und Luna thront mit lächelndem Gesicht

Und überblickt ihr Sternenvolk voll Gnade,

Doch hat sie hier nicht Macht:

Nur manchmal bläst ein Windhauch etwas Licht

Durch grüne Dämmernis auf moosige Pfade.



Ich sehe nicht, was blüht zu meinen Fußen,

Welch süßer Balsam rings an Zweigen hängt;

Doch auch im Dunkel ahn ich, was an süßen

Duftwellen atmend in die Mainacht drängt

Aus wildem Beerenbaum und Gras und Strauch:

Ich atme Weißdornduft und Rosenblühn

Und Veilchen, die in Blätterbetten sterben,

Und Moschusrosen auch,

In denen morgens bunte Tropfen glühn

Und abends Sommerfliegen sich umwerben.



Im Dunkel lausche ich; und wie Verlangen

Mich oft schon faßte nach dem stillen Grab,

Wie ich dem Tod, mich herzlich zu umfangen,

Schon oft in Liedern liebe Namen gab,

So scheint mir Sterben jetzt besonders schön.

Ach, schmerzlos mich zu lösen in die Nacht,

Indeß dein Sang in heiligen Ekstasen

Beschüttet Tal und Höhn

Und doch mein Herz nicht höher schlagen macht,

Das nur als Duft noch schwingt im blumigen Rasen.



Du Vöglein wurdest nicht zum Tod geboren!

Nein, dich zertritt kein hungerndes Geschlecht.

Was diese Nacht mir tönt, sang in die Ohren

Dem ersten König schon, dem ersten Knecht,

Und ist vielleicht derselbe Sang, der tief

Der heimwehkranken Ruth zum Herzen klang,

Als sie in Tränen schritt durch fremde Gassen,

Derselbe Sang, der tief

Bezaubernd sich um Märchenschlösser schwang

Und Feenreiche, die nun längst verlassen.



Verlassen! Ach, dies Wort ist wie das Klingen

Trostloser Glocken, das zu mir mich mahnt!

Auch Phantasie kann nicht Erlösung bringen,

Wenn ihr nicht Hoffnung einen Weg gebahnt.

Lebwohl! Lebwohl! Dein Schmerzgesang entschwebt

Zum Wiesengrund aus Waldes hohem Dom,

Ins Tal hinab und schweigt am dunklen Bache.

Ward mir ein Traum belebt?

Betrog die wachen Sinne ein Phantom?

Wer sagt mir, ob ich schlafe oder wache!

Sonntag, 12. Dezember 2010

...

Die gefährlichste Kombo ist nicht etwa Heroin und Cokain, landläufig auch Speedball genannt, sondern Alkohol und eine Kreditkarte.

Weia, weia...


Klasse!
Ich kann den Film 24 Stunden leihen und laut Maxdome dauert das Puffern 23.58- Huii. 2 Minuten gucken und Schulz. Is ja n dolles Angebot. Kann ich nur empfehlen. Was ein Rotz!

Freitag, 10. Dezember 2010

This time Baby I`ll be bulletpoof

Ich spiele irgendwie überhaupt nix mehr auf der Klapmpfe. Mein Daumenmuskel schmerzt abartig vom Barré spielen.
Macht sich aber gut, die LaRoux.
Holz brennt im Ofen. Hab gleich einen ganzen Wald besorgt. Hilft ja nix. Es schneit. Und ich kann nicht immer bädele. Meine Haut ist schon vom glanz eines Heroinabhängigen. Dieses seltsame Leuchten was von innen zu kommen scheint.
Vielleicht ist's ja die 21 Gramm schwere Seele, die dem geschundenen Körper zu entkommen versucht?
Also jetzt nich bei mir. Bei Iggy Pop und so. Was wohl seine Rippen machen?

...

Beim Joey gibt es eine Pizza Biftefzel im Angebot.
Wie die wohl schmeckt?
Ich mag nicht raus heute. Hab schön lange geschlafen. Müsste aber Feuerholz besorgen. Und was zum schnabeln.
Das hiesse aber anziehen, Autofahren, Säcke schleppen. Örks. I mog des ned.
Bitte besuchen kommen und Holz plus Nahrung mitbringen.
Ich koche und heize dafür. Wie schauts aus?
Ich könnte auch lecker Pasta mache. Dafür ist alles im Haus. Aber nicht für eine Person. Zu viel Überschuss.

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Wax Tum

Hm ...
Dass gescheite Geschichten mit wuchtiger Symbolik arbeiten,...
wintermute242 - 28. Dez, 09:32
Ich auch - mit Strike...
Ich auch - mit Strike Squad 1 vom neuen Xcom. =D
wintermute242 - 22. Okt, 01:25
ick froi mir!
=D
eclipse2.0 - 21. Sep, 00:18
aye. kann nix damit anfangen...
aye. kann nix damit anfangen...
tessier-ashpool - 16. Sep, 21:46

Narnia

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